Hinter dem Traktor brach die Erde ein

1963 bemerkte die Landwirtin Maria Laszakovits mit Schrecken, dass beim Ackern auf der Ried Mlaca (nördlich der Neuen Siedlung) hinter dem Traktor die Erde einbrach. Zuerst dachte man an einen Schacht des Bergbaus oder einer Bunkeranlage aus dem 2. Weltkrieg. Das "Loch" wurde näher untersucht. Es zeigte sich eine tiefe Grube in Flaschen- oder Birnenform … Hinter dem Traktor brach die Erde ein weiterlesen

Friedhöfe in Steinbrunn

Am Abend zu Allerheiligen 2015 ein passendes Thema: Friedhöfe in Steinbrunn. Es gibt nachweislich zumindest drei Begräbnistätten im Gemeindegebiet. Der Friedhof bei der Pfarrkirche Das mittelalterliche Gräberfeld zwischen Ort und Hartl: In der 60er-Jahren wurde bei Straßenarbeiten auf der Straße zwischen Steinbrunn und Hornstein (beim alten Feuerwehrhaus hinaus aus dem Dorf Richtung Hartl, in einer Senke im … Friedhöfe in Steinbrunn weiterlesen

Die Erstnennung von 1271 im O-Ton

Wenn 2021 das Jubiläum "750 Jahre Steinbrunn" begangen wird, steht diese Urkunde im Mittelpunkt: Die Bestätigungsurkunde für einen Verkauf aus dem Jahre 1271, in der erstmals der Name Stinkenbrunn genannt wird. Und zwar in seiner (ursprünglichen) ungarischen Form "Byzuskut". Hier der Originaltext der Urkunde.     Capitulum ecclesie Iauriensis universis quibus presentes patuerint salutem in domino … Die Erstnennung von 1271 im O-Ton weiterlesen

Eine Säule, die ein Pfeiler ist

Auf der Landesstraße zwischen Steinbrunn und Zillingtal steht – gleich nach der ersten Steigung – auf der linken Straßenseite unter Bäumen die sogenannte Sebastiansäule. Dabei handelt es sich aber nicht um eine Säule. Und der "Sebastian" ist verschollen. Die Sebastiansäule (auch Sebastianisäule) soll der Sage nach die dritte Sinkenbrunner Votivsäule – eine Pestsäule – sein … Eine Säule, die ein Pfeiler ist weiterlesen

Wo stand 1935 in Stinkenbrunn eine Geflügelfarm?

Das Amtsblatt der Landesregierung nennt im 1935 in einem Versteigerungsedikt eine "Geflügelfam" in Stinkenbrunn. Nähere Ortsangaben werden nicht genannt, die "Geflügelfarm" muss allgemein bekannt gewesen sein. Wo stand sie?  Der Inhalt des Versteigerungsedikts:  "Am 19. Juni 1935 in Stinkenbrunn: 8 Uhr, Geflügelfarm. laut Versteigerungsedikt des Bezirksgerichts Eisenstadt GZ 1921/35: 3 Hühneraufzuchthallen, Wohnungseinrichtung, 1 Samovar, Radio, 70 … Wo stand 1935 in Stinkenbrunn eine Geflügelfarm? weiterlesen

Das Naturdenkmal Schwarzföhre

Steinbrunn hat zwei geschützte Naturdenkmale: Die Sandgrube und die Schwarzföhre im Hartl-Wald. Diese liefert einen wichtigen Anhaltspunkt für das Alter des dortigen Jagdreviers. Diese Schwarzföhre (=Scharzkiefer, Pinus nigra) steht auf dem Grundstück Nr.1859 der KG Steinbrunn am südwestlichen Ende des Hartl-Waldes und ist nach der Ausforstung in der Umgebung wieder gut zu sehen. Der Baum … Das Naturdenkmal Schwarzföhre weiterlesen

Stinkenbrunn, Romeo & Julia, Shakespeare

Im März 1963 erschien in der australischen Tageszeitung "Canberra Times" folgender kurzer Artikel: Der Artikel wird vermutlich auf eine Meldung einer internationalen Nachrichtenagentur zurück gehen (die ich noch nicht entdeckt habe). Steinbrunn-Stinkenbrunn wird mit (Ober-/Unten-)Stinkenbrunn in Niederösterreich verwechselt, das ja seinen Namen bis heute beibehalten hat. Der Verweis darauf, dass man mit dem oft beleidigend gebrauchten "Stinkenbrunn" touristisch nicht … Stinkenbrunn, Romeo & Julia, Shakespeare weiterlesen

Jungfrauen und Pestkreuze

Eine aus heutiger Sicht etwas verstörende Sage versucht zu erklären, warum es rund um das Dorf Steinbrunn zahlreiche Wegkreuze gibt. Als auch Steinbrunn von der Pest bedroht wurde, beschloss die Gemeinde eine drastische Abwehraktion: Alle jungen, jungfräulichen Mädchen wurden in weiße Kleider gesteckt. Man spannte sie vor einen Pflug und die Jugendlichen mussten - während … Jungfrauen und Pestkreuze weiterlesen

Nebenprodukte des Bergbaus

In Steinbrunn wurde um 1865 eine Alaun-, Eisenvitrol- und Satinoberfabrik betrieben, in der 28 Arbeiter regelmäßig beschäftigt waren. Herzstück der Anlage für die Alaun-Erzeugung war eine 2 PS-starke Dampfmaschine. Alaun wurde aus Abfallmaterial des Kohlebergbaus gewonnen. Die Alaunerzeugung in Steinbrunn gehörte zum Neufelder Bergamt. Als Nebenprodukt wurde auch Dünger für die Landwirtschaft erzeugt, hier waren bis … Nebenprodukte des Bergbaus weiterlesen

So viele Ziegel

Es ist schwer zu glauben: In Steinbrunn sind einmal rund 100 Ziegel hergestellt worden – und zwar pro Stunde! Eine kleine Ziegelindustrie-Geschichte von Steinbrunn. Schon Anfang der 19. Jahrhundert wird bei Beschreibungen des Ortes eine "Esterhazy'sche Ziegelei" genannt. Keine Besonderheit: Fast jede Ortschaft in der Umgebung hatte eine (zB. Neufeld, Wulkaprodersdorf, Kleinhöflein, Großhöflein), produziert wurde … So viele Ziegel weiterlesen