1912: Dienstmann Fröhlich

Im Jänner 1912 meldete eine Badener Zeitung: Mödling (Unfälle.) — Beim Absteigen von einem Leiterwagen stürzte am 7. d. M. der Dienstmann Georg Fröhlich in Stinkabrunn so ungeschickt, daß er eine Zerrung des rechten Sprunggelenkes erlitt und sich ins Krankenhaus begeben mußte. Warum es diese im Vergleich wenig spektakuläre Unfallgeschichte in eine Zeitung geschafft hat, … 1912: Dienstmann Fröhlich weiterlesen

1834: „Kreuzerhebung“, Wollmagazin und der stinkende Brunnen

Zur berühmten "Perspektivkarte" des Historikers und Kartographen Franz Xaver Schweickhardt von Sickingen aus dem Jahr 1834 gibt es eine textliche Beschreibung. Diese ist auch deshalb wichtig, da die Karte zwar selbst alles spektakulär aus der Vogelperspektive zeigt, aber in Details ungenau und (leider oft) frei ist. Sehen wir uns zuerst einmal den Kartenausschnitt an, der … 1834: „Kreuzerhebung“, Wollmagazin und der stinkende Brunnen weiterlesen

1936: „Gib Gas!“ – Was ein Schweinehändler auf Reisen so alles erlebt

Steinbrunn war jahrhundertelang nicht nur ein bäuerliches Dorf, sondern auch Sitz von Großhändlern, die vor allem Rinder, Schweine und Wein aus Ungarn nach Wien und andere Städte in Österreich verkauften (zB Fleck, Franta, Koprislovits). In dieser Tradition stand nach dem Ersten Weltkrieg Schweinehändler Robert Laszakovits, der es im Jahr 1936 mit folgendem Erlebnis in Kärtner … 1936: „Gib Gas!“ – Was ein Schweinehändler auf Reisen so alles erlebt weiterlesen

1928: Der Tagbau II brennt

Heute sind der Steinbrunner und Zillingdorfer See die Überreste des "Tagbau II" des von der Stadt Wien geführten Kohlereviers Zillingdorf-Stinkenbrunn. Nach dem Ersten Weltkrieg erlebte der Kohleabbau hier eine letzte große Blüte. Die Kohle wurde zum Betrieb der Stromturbinen im Kraftwerk in Ebenfurth verwendet. Ab 1927 wurden in mehreren Schritten die Abbauarbeiten - teilweise noch … 1928: Der Tagbau II brennt weiterlesen

Steinbrunner Hemden international

Ein Schnappschuss mit einer interessanten Geschichte, natürlich einer Steinbrunner Geschichte: Steinbrunns Bürgermeister Fritz Robak mit einer Hostess. Rechts über der Schulter Robaks und links auf dem Tisch neben der Dame ist der eigentliche Anlass der Begegnung zu sehen. Die Wäschefabrik Hiestand, Mitterhauser und Co., kurz Himico (heute Burg Hemden in der Neuen Siedlung, mehr dazu), … Steinbrunner Hemden international weiterlesen

1895: Hochwürden wird beschuldigt

Ein Geistlicher und die Finanzen. 1895 liefen gegen den Pfarrer von Steinbrunn Erhebungen wegen "Ordnungswidrigkeiten" bei der Verwaltung der Pfarrpfründe. Pfarrer erhielten früher kein Gehalt, sondern waren auf die Einnahmen aus den der Pfarre gehörenden Liegenschaften und Rechten angewiesen. Daher war die Verwaltung dieser Pfarrgründe auch eine wichtige Aufgabe des Pfarrers. Um das Jahr 1895 … 1895: Hochwürden wird beschuldigt weiterlesen

Kammerräte der Arbeiterkammer aus Steinbrunn

In der Vollversammlung der Kammer für Arbeiter und Angestellte für das Burgenland (Arbeiterkammer Burgenland) waren in ihrer Geschichte seit 1945 überdurchschnittlich viele SteinbrunnerInnen vertreten. Das hängt mit den früher sehr bedeutenden Betrieben (zB Himico) in Steinbrunn und der langen gewerkschaftlichen Tradition in Steinbrunn zusammen, die wieder eine Folge des Bergwerkbetriebs mit seinen prekären Arbeitsverhältnissen war. … Kammerräte der Arbeiterkammer aus Steinbrunn weiterlesen

1892: Eine Liste der Gewerbetreibenden

Im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts kam es zu einer Blüte der Gewerbe. Auch für Steinbrunn werden viele, kleine Gewerbebetriebe gemeldet. Ein Katalog aus dem Jahr 1892 nennt folgende Gewerbe (auf ungarisch und französisch) und die Steinbrunner Inhaber. Es finden sich viele bekannte Steinbrunner Familiennamen, aber auch einige Namen, die es heute in Steinbrunn nicht … 1892: Eine Liste der Gewerbetreibenden weiterlesen

Raiffeisenkasse 1946

Die Wiener Zeitung meldet am 17. Februar 1946: Stinkenbrunn, Raiffeisenkasse Stinkenbrunn, reg. Gen. m. u. H. Die Vorstandsmitglieder Johann Stanits und Johann Palkovits werden gelöscht. Als neue Vorstandsmitglieder werden eingetragen: Paul Knaus, Maurer in Stinkenbrunn Nr. 145, und Stephan Korsos, Fleischhauer und Selcher in Stinkenbrunn Nr. 212. Beim Vorstandsmitglied Josef Franta wird das Amt des … Raiffeisenkasse 1946 weiterlesen

1847: Das Elend einer Bergknappen-Familie

Eine Art Sozialreportage aus dem 1847, die viel über das Elend im Steinbrunner/Stinkenbrunner Braunkohlewerk aussagt: Ein Reporter aus Wien beschreibt ein Begräbnis eines Bergknappen in Steinbrunn und ruft zu Spenden aus. Hier der genaue Wortlaut seines Artikels. Im Jahr 1847 wurde der Bergbau in Steinbrunn noch unter Tag geführt, die Schächte reichten mehrere hundert Meter … 1847: Das Elend einer Bergknappen-Familie weiterlesen