1923: Der Arbeiter-Radverein wird gegründet

Radfahren in den 1920er-Jahren: Das bedeutete Jugendlichkeit, Technik, Modernität, Freiheit - aber auch Politik. 1923 wurde in Steinbrunn der Arbeiter-Radverein gegründet. Das "Reichs-Organ der Arbeiter-Radfahrer" berichtet im Juli 1923 ausführlich von der Gründung: Zweigverein Stinkenbrunn. Pfingstmontag, den 21. Mai 1923, fand die Konstituierung eines Arbeiter-Radfahrervereines statt. Die Versammlung fand im Gemeindegasthause statt. Der Kreis war … 1923: Der Arbeiter-Radverein wird gegründet weiterlesen

1895: Hochwürden wird beschuldigt

Ein Geistlicher und die Finanzen. 1895 liefen gegen den Pfarrer von Steinbrunn Erhebungen wegen "Ordnungswidrigkeiten" bei der Verwaltung der Pfarrpfründe. Pfarrer erhielten früher kein Gehalt, sondern waren auf die Einnahmen aus den der Pfarre gehörenden Liegenschaften und Rechten angewiesen. Daher war die Verwaltung dieser Pfarrgründe auch eine wichtige Aufgabe des Pfarrers. Um das Jahr 1895 … 1895: Hochwürden wird beschuldigt weiterlesen

Kammerräte der Arbeiterkammer aus Steinbrunn

In der Vollversammlung der Kammer für Arbeiter und Angestellte für das Burgenland (Arbeiterkammer Burgenland) waren in ihrer Geschichte seit 1945 überdurchschnittlich viele SteinbrunnerInnen vertreten. Das hängt mit den früher sehr bedeutenden Betrieben (zB Himico) in Steinbrunn und der langen gewerkschaftlichen Tradition in Steinbrunn zusammen, die wieder eine Folge des Bergwerkbetriebs mit seinen prekären Arbeitsverhältnissen war. … Kammerräte der Arbeiterkammer aus Steinbrunn weiterlesen

Interview mit einem Steinbrunner Holocaust-Überlebenden

Bis 1938 gehörten jahrzehntelang mehrere jüdische Familien zur Steinbrunner Dorfgemeinschaft. Nach dem Anschluss flüchteten sie zumeist nach Wien oder nach Ungarn, viele überlebten den Holocaust nicht. Meir Figdor wohnte mit seiner Familie in der Unteren Hauptstraße. 2005 erzählte in einem Zeitzeugen-Interview über sein Leben. Das Interview findet sich hier zum Nachhören. Meir Figdor erinnerst sich … Interview mit einem Steinbrunner Holocaust-Überlebenden weiterlesen

1931: Die Bahnbrücke im Hartl brennt

Die Raaberbahn fährt durch den Steinbrunner Hartl-Wald. Heute gibt es dort keine Bahnbrücke mehr. Bis 1931 bestand dort eine hölzerne. Aus einem Zeitungsbericht: Stinkenbrunn. Am 25. April brannte die hölzerne Eisenbahnbrücke im Hartl-Wald, Eigentum der Raab—Oedenburg—Ebenfurther Eisenbahn, gänzlich ab. Der Brand war, wie einwandfrei festgestellt werden konnte, durch Funkenflug entstanden. Die Feuerwehren und die Bahnarbeiter … 1931: Die Bahnbrücke im Hartl brennt weiterlesen

1927: Vom Blitz erschlagen

Bei Gewittern wurde die Feldarbeit früher oft rasch gefährlich, denn die Bauern mussten jede Minute nutzen, bevor das Heu durch den Gewitterregen nass wurde. Hier der Bericht über ein Blitzschlag-Todesopfer aus dem Jahr 1927. Der Orginal-Zeitungsausschnitt lautet: Wie man uns aus Stinkenbrunn meldet, ging am gleichen Tage über die dortige Gegend ein heftiges Gewitter nieder. … 1927: Vom Blitz erschlagen weiterlesen

1931: Bauern klagen Bergwerkbetreiber

In den 1920er Jahren wurde im Zillingdorfer Bergwerkrevier, rund um den heutigen Steinbrunner See, in großem Stil Braunkohle abgebaut und mit einer Werkbahn nach Ebenfurth in ein kalorisches Kraftwerk gebracht. Wen wundert's, dass der "schmutzige" Abbau mit seinen riesigen Halden zu Konflikten mit den Steinbrunner Bauern führte. Die Bauern klagte wegen der Schäden auf den … 1931: Bauern klagen Bergwerkbetreiber weiterlesen

1921: Ein Oberösterreicher staunt über Steinbrunn

Die Landnahme des Burgenlandes durch Österreich im Jahr 1921 erfolgte endgültig durch den Einmarsch von österreichischen Soldaten ab 13. November 1921.  Eine Woche später, am 21. November 1921, berichtete ein oberösterreichischer Reporter im "Linzer Volksblatt" aus der Grenzregion. Ein paar Tage zuvor hatte er im Tross der österreichischen Truppen vorsichtig in Steinbrunn (Stinkenbrunn) die Lage … 1921: Ein Oberösterreicher staunt über Steinbrunn weiterlesen

Raiffeisenkasse 1946

Die Wiener Zeitung meldet am 17. Februar 1946: Stinkenbrunn, Raiffeisenkasse Stinkenbrunn, reg. Gen. m. u. H. Die Vorstandsmitglieder Johann Stanits und Johann Palkovits werden gelöscht. Als neue Vorstandsmitglieder werden eingetragen: Paul Knaus, Maurer in Stinkenbrunn Nr. 145, und Stephan Korsos, Fleischhauer und Selcher in Stinkenbrunn Nr. 212. Beim Vorstandsmitglied Josef Franta wird das Amt des … Raiffeisenkasse 1946 weiterlesen

1961: Zuschauer-Schlägerei am Sportplatz

Wenn es um den Steinbrunner-Fussball geht, verstehen die richtigen Steinbrunner-Fans keinen Spaß – schon gar nicht am eigenen Sportplatz. Bei diesem Landesliga-Spiel gegen Mattersburg aus dem Jahr 1961 flogen viele Fäuste. Die "Burgenländische Freiheit" berichtete (noch heute behaupten manche in Steinbrunn, auch der Reporter wäre von den Mattersburgern gekauft worden):   ASKÖ Steinbrunn – Mattersburg … 1961: Zuschauer-Schlägerei am Sportplatz weiterlesen