Die Sage von der Marienstatue

Die Marienstatue in einer Nische am Kirchturm der Pfarrkirche soll von einer Frau - sie soll Dora Gludowatz geheißen haben - als Dank für ihre wunderbare Errettung aus der türkischen Gefangenschaft gestiftet worden sein. Quelle: Josef Bauer, Die Türken in Österreich: Geschichte, Sagen, Legenden. 1982, 108. Nebenbei: Tatsächlich steht in einer Nische am Turm der Pfarrkirche in einigen Metern Höhe eine … Die Sage von der Marienstatue weiterlesen

Der erste Oberamtmann

Nachdem 1921 das Burgenland zu Österreich kam, wurde die Verwaltung in den nächsten Jahren Schritt für Schritt an österreichisches Recht angepasst. Betroffen waren auch die Gemeindeverwaltungen. 1927 wurden die bisherigen Sekretariatsangestellten der einzelnen Gemeinden burgenlandweit in den Gemeindedienst überführt. In Steinbrunn (Stinkenbrunn) wurde Johann Bedits als "leitender Gemeinde-Ober-Amtmann" übernommen. Er ist damit der erste Leiter des Steinbrunner Gemeindeamtes mit dem … Der erste Oberamtmann weiterlesen

Der Hochadel schoss in Steinbrunn

Wie beliebt die sogenannte „Stinkenbrunner Jagd“ unter dem Wiener Hochadel in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts war, belegen zahlreiche Quellen. Im „Hartl“, dem großen heute noch in seiner ursprünglichen Form bestehenden Wald im Nordwesten von Steinbrunn, fanden zahlreiche Jagden statt. Schon um 1800 wurde hier die sogenannte Streifjagd praktiziert, auf die das Waldgelände und … Der Hochadel schoss in Steinbrunn weiterlesen

Brandkatastrophen im 19. Jahrhundert

Aus den Tagebüchern des Bühnenbildners und Eisenstädter Magistratsrates (1796-1870) Michael Mayr lassen sich ein paar aufschlussreiche Details zur Steinbrunner Geschichte entnehmen: Am 20. Juli 1854 Nachmittag brannte "fast ganz Stinkenbrunn (119 Häuser) samt Stadeln und Kapelle im Ort ab" (Eintrag 29. Juli 1854). 9. Juni 1864: "In Stinkenbrunn brannten wieder 15 Scheunen ab." 22. Juni 1864: … Brandkatastrophen im 19. Jahrhundert weiterlesen

Infektionskrankheiten in der Zwischenkriegszeit

Die oft katastrophalen hygienischen Bedingungen in den Arbeitersiedlungen führte Mitte der 20er-Jahre des 20. Jahrhunderts zum Anstieg von Infektionskrankheiten. In Steinbrunn war vor allem die bakterielle Augenentzündung Trachom weit verbreitet, wie aus den Sanitätsausweisen dieser Zeit ersichtlich ist. Aus den Jahren 1924 bis 1927 sind dutzende Neuinfizierungen dokumentiert. Neben dieser tückischen Augenkrankheiten, die vor der Entdeckung der … Infektionskrankheiten in der Zwischenkriegszeit weiterlesen

(Verborgene) Steinzeichen an der Kirche

Im Zuge der Arbeiten am Sockel der Steinbrunner Pfarrkirche 2013 wurde der Verputz von den Steinen abgeschlagen. Zahlreiche Inschriften und Symbole kamen auf dem Leithakalk zum Vorschein. Der Verputz wurde erneuert, sodass die Steinzeichen jetzt wieder nicht zu sehen sind. Neben zahlreichen Christus-Symbolen (IHS) gibt es auch an mehreren Stellen dieses eigenartige Symbol. Mit der … (Verborgene) Steinzeichen an der Kirche weiterlesen

Gaspar Glavanic (1833-1872), der vergessene Steinbrunner

Der deutschsprachige Wikipedia-Eintrag über den Ort Steinbrunn unterscheidet sich in vielen Punkten vom ungarischen über Büdöskút. So finden sich in der deutschsprachigen Version keine bedeutende Persönlichkeiten, die aus Steinbrunn stammen. Im ungarischen Eintrag jedoch schon - und zwar einer:  Glavanich Gáspár horvát költő-író itt született. Zu deutsch: "Hier wurde der kroatische Dichter Gáspár Glavanich geboren." In … Gaspar Glavanic (1833-1872), der vergessene Steinbrunner weiterlesen

Die Gründung der Milchgenossenschaft 1926

Im Dezember 1926 wurde die "Milchgenossenschaft in Stinkenbrunn registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung" gegründet. Zweck: Im Auftrag und auf Rechnung der Genossenschafter die erzeugte Milch zu verarbeiten und zu verwerten. Der "Kleinverschleiß" der Milch durfte aber nur  in Stinkenbrunn erfolgen. Der Gründungsvorstand bestand aus sechs Mitgliedern: Ludwig Franta als Obmann, Gottfried Ullrich als Obmannstellvertreter sowie Stefan … Die Gründung der Milchgenossenschaft 1926 weiterlesen

Die Gründung der Konsumgenossenschaft 1924

Vor 90 Jahren - genau am 25. Jänner 1924 - wurde in Steinbrunn eine Konsum- und Spargenossenschaft gegründet. Und diese ganz lokale Art eines wirtschaftlichen Zusammenschlusses mutet heute fast wieder modern an. Der Betriebsgegenstand im Wortlaut der Satzung: "Die Beschaffung von Lebensmitteln, Kleidungsstücken, Haushaltsartikeln, wie überhaupt von Waren aller Art durch Einkauf, Herstellung oder Bearbeitung und … Die Gründung der Konsumgenossenschaft 1924 weiterlesen

Ein römischer Flussgott aus Steinbrunn

Wir schreiben das Jahr 1902. Nachdem sein Vater das  Rübenfeld südöstlich vom Ort (Ried Rogozi) geackert hatte, findet der 9-jährige Rudolf Stanits eine kleine metallene Statue in der Erde. Sie wird gereinigt und nach Hause gebracht. Viele Jahre später, im Jahr 1928 – der Erste Weltkrieg war vorbei, aus dem Jungen war mittlerweile ein Gastwirt in Neufeld geworden … Ein römischer Flussgott aus Steinbrunn weiterlesen