Ein Enthaarungsmittel aus Steinbrunn

Der Nationalsozialismus und der Zweite Weltkrieg waren die entscheidende Zäsur in der Geschichte Steinbrunn im 20. Jahrhundert. Das reiche Dorfleben mit vielen kleinen Gewerben und Geschäften ging verloren. Das liegt auch daran, dass jüdische Familien aus Steinbrunn 1938 vertrieben und ihre Geschäfte geschlossen wurden. Jüdische Familien lebten zumindestens seit dem letzten Viertel des 19. Jahrhunderts … Ein Enthaarungsmittel aus Steinbrunn weiterlesen

Erster Weltkrieg: Gefallenen-Statistik

Zumindest 52 Gefallene des Ersten Weltkriegs aus Steinbrunn sind namentlich nachzuweisen (Listen des Kriegsministeriums).Das Durchschnittsalter betrug im Todesjahr 30,7 Jahre. 21 Männer gehörten dem Infanterieregiment 76 (IR 76) an, 16 dem Honved-Infanterieregiment 13 (HIR 13, Bratislava), 2 dem Honved-Infanterieregiment 18 (HIR 18, Sopron), 8 der Landwehr (LA). 37 Männer (71 %) fielen an der Ostfront … Erster Weltkrieg: Gefallenen-Statistik weiterlesen

Die gebaute „Wäscheklammer“

Im soeben vom Land herausgegebenen Band "Burgenland Modern - 100 Jahre, 100 Bauten" von Johann Gallis und Albert Kirchengast kommt ein Steinbrunner Bauwerk prominent vor. Der Autor Johann Gallis kennt die Steinbrunner Baukultur gut, er hat den entsprechenden Beitrag zur Architekturgeschichte in der Chronik 750 Jahre Steinbrunn verfasst. Eines der vorgestellten 100 Werke ist die … Die gebaute „Wäscheklammer“ weiterlesen

Welcher Heilige stand in der Kirchengasse?

Eine der ältesten Fotoserien von Steinbrunn zeigt die obere Kirchengasse mit einer kleinen Gruppe, im Hintergrund die Pfarrkirche. Der Anlass der Aufnahmen (es gibt zumindestens zwei Varianten) ist nicht bekannt. Die Aufnahmen lassen sich aber aufgrund der Kleidung der Männer und Frauen recht gut zwischen 1900 und 1910 einordnen. Ein interessantes Detail des Fotos betrifft … Welcher Heilige stand in der Kirchengasse? weiterlesen

Von Störchen und Ratten

Dass in Krisenzeiten gerne irgendwelche Schuldige gesucht und seltsame Zusammenhänge konstruiert werden, zeigt sich in der Geschichte immer wieder. Auch für Steinbrunn gibt es einige Beispiele - wie dieses. 1936 erschien folgender Artikel im "Burgenländischen Volksblatt" (Burgenländische Heimat)1: Stinkenbrunn. (Die armen Störche!) Seit 15. April haben auch wir eine Strochenfamilie in unserer Gemeinde, und zwar … Von Störchen und Ratten weiterlesen

Jüdischer Frontkämpfer

Lange Zeit war komplett verdrängt, dass jüdische Bürger - wie alle anderen auch - als Soldaten im Ersten Weltkrieg für Österreich-Ungarn kämpften - und zwar mit dem gleichen Selbstverständnis als Bürger der k.k. Monarchie wie andere Männer auch. Eine unscheinbare Gedenktafel am Jüdischen Museum in Eisenstadt erinnert an diese Soldaten - und hat einen kleinen … Jüdischer Frontkämpfer weiterlesen

Fasching: Was früher anders war

Zu Ende des Faschings 2023 - des ersten Faschings ohne Beschränkungen nach der COVID-Pandemie - lohnt ein Blick in die Steinbrunner Faschingsgeschichte. Es zeigen sich einige gravierende Unterschiede. Hier ein unvollständiger Überblick. Echte Maskierungen: Früher gab es im Fasching echte Maskierungen - also der Versuch, als "Narr" unerkannt zu sein. Das Spiel lautete: Wer ist … Fasching: Was früher anders war weiterlesen

Die aufgebrochene Gemeindekasse

In alten Unterlagen tauchte ein Foto, dass einen aufgebrochenen Tresor zeigt. Es könnte sich um eine Aufnahme handeln, die aus Dokumentationszwecken 1933 gemacht wurde. Das Bild zeigt einen Tresor, der seitlich aufgebrochen wurde. Das Blech der Seitenwand wurde offenbar durchbohrt und dann mit einem Metallschneider zu einem großen Loch erweitert. In die innere Wand wurde … Die aufgebrochene Gemeindekasse weiterlesen

Josef Michels und das Kindergarten-Mosaik

Anfang Jänner 2023 verstarb der Künstler Professor Josef Michels in Oggau. Der akademische Maler hat in Steinbrunn an prominenter, aber oft übersehener Stelle, ein Werk hinterlassen. Im Jänner 1965  gab der Steinbrunner Gemeinderat für den Kindergarten ein Mosaik für die Außenfassade in Auftrag, da ein Fenster weggefallen war. Nach längeren Diskussionen - dem Gemeinderat war … Josef Michels und das Kindergarten-Mosaik weiterlesen

Martin Radnasich, 53 Jahre lang Pfarrer in Steinbrunn

Martin Radnasich, langjähriger Pfarrer auch Radnasits, Radnasics; 1842 - 1926 Martin Radnasich, Foto an seinem Grab am Steinbrunner Friedhof. Martin Radnasich wurde in Kleinmutschen[1] (Bezirk Oberpullendorf) geboren. 1867 wurde er zum Priester geweiht[2]. Er war Kaplan in den kroatischen Gemeinden Unterfrauenhaid, Parndorf und Großwarasdorf. Ab 1873 war er Pfarrer von Steinbrunn. In seine Zeit fiel … Martin Radnasich, 53 Jahre lang Pfarrer in Steinbrunn weiterlesen