Nach Brasilien ausgewandert

In der 1920er Jahren sind etliche Steinbrunner nach Übersee ausgewandert. Einigen gelang es, sich eine neue Existenz aufzubauen, viele scheiterten. Über das Schicksal von Stephan Kossich ist Folgendes bekannt: Der Sohn von Matthias und Maria Kossich wurde am 21. Dezember 1892 in Stinkenbrunn, Nr. 81, geboren. Der Landwirt wanderte 1923 - also schon über 30 … Nach Brasilien ausgewandert weiterlesen

Von Störchen und Ratten

Dass in Krisenzeiten gerne irgendwelche Schuldige gesucht und seltsame Zusammenhänge konstruiert werden, zeigt sich in der Geschichte immer wieder. Auch für Steinbrunn gibt es einige Beispiele - wie dieses. 1936 erschien folgender Artikel im "Burgenländischen Volksblatt" (Burgenländische Heimat)1: Stinkenbrunn. (Die armen Störche!) Seit 15. April haben auch wir eine Strochenfamilie in unserer Gemeinde, und zwar … Von Störchen und Ratten weiterlesen

Der rätselhafte Kreuzweg

Hannersdorf im Bezirk Oberwart hat einen besonderen Bezug zu Steinbrunn. In der dortigen Pfarrkirche Mariä Geburt befindet sich gemalte Kreuzwegstationen, die aus Steinbrunn stammen. Die Pfarrkirche von Hannersdorf wurde Anfang des 16. Jahrhunderts errichtet. Der Wikipedia-Eintrag zur Pfarrkirche Hannersdorf vermerkt Folgendes: "Die 14 Kreuzwegstationen stammen ursprünglich aus der Pfarrkirche Steinbrunn. Sie wurden in den Jahren 1830 … Der rätselhafte Kreuzweg weiterlesen

Jüdischer Frontkämpfer

Lange Zeit war komplett verdrängt, dass jüdische Bürger - wie alle anderen auch - als Soldaten im Ersten Weltkrieg für Österreich-Ungarn kämpften - und zwar mit dem gleichen Selbstverständnis als Bürger der k.k. Monarchie wie andere Männer auch. Eine unscheinbare Gedenktafel am Jüdischen Museum in Eisenstadt erinnert an diese Soldaten - und hat einen kleinen … Jüdischer Frontkämpfer weiterlesen

Ein neuer Blick auf den „Fasslreiter“

Am Steinbrunner Gemeinschaftshaus befindet sich an der Außenmauer ein "Hauszeichen". Genau genommen handelt es sich dabei um mehrere Reliefs, die Figuren und Ornamente zeigen und mit der Jahreszahl 1672 versehen sind. Ein Mann sitzt auf einem Weinfass, darüber ist eine Figur dargestellt, die ihre Füße in den Händen hält ("Springer"). Neben dem "Fasslreiter" stehen zwei … Ein neuer Blick auf den „Fasslreiter“ weiterlesen

Fasching: Was früher anders war

Zu Ende des Faschings 2023 - des ersten Faschings ohne Beschränkungen nach der COVID-Pandemie - lohnt ein Blick in die Steinbrunner Faschingsgeschichte. Es zeigen sich einige gravierende Unterschiede. Hier ein unvollständiger Überblick. Echte Maskierungen: Früher gab es im Fasching echte Maskierungen - also der Versuch, als "Narr" unerkannt zu sein. Das Spiel lautete: Wer ist … Fasching: Was früher anders war weiterlesen

Die aufgebrochene Gemeindekasse

In alten Unterlagen tauchte ein Foto, dass einen aufgebrochenen Tresor zeigt. Es könnte sich um eine Aufnahme handeln, die aus Dokumentationszwecken 1933 gemacht wurde. Das Bild zeigt einen Tresor, der seitlich aufgebrochen wurde. Das Blech der Seitenwand wurde offenbar durchbohrt und dann mit einem Metallschneider zu einem großen Loch erweitert. In die innere Wand wurde … Die aufgebrochene Gemeindekasse weiterlesen

Josef Michels und das Kindergarten-Mosaik

Anfang Jänner 2023 verstarb der Künstler Professor Josef Michels in Oggau. Der akademische Maler hat in Steinbrunn an prominenter, aber oft übersehener Stelle, ein Werk hinterlassen. Im Jänner 1965  gab der Steinbrunner Gemeinderat für den Kindergarten ein Mosaik für die Außenfassade in Auftrag, da ein Fenster weggefallen war. Nach längeren Diskussionen - dem Gemeinderat war … Josef Michels und das Kindergarten-Mosaik weiterlesen

1937/1938: Zwei Listen der Gewerbetreibenden

[in Bearbeitung} Zwei Listen der Gewerbetreibenden in Stinkenbrunn. Die Liste aus dem Jahr 1938 stellt den Stand vor dem Anschluss dar. 1937 Stinkenbrunn Bäcker: Friedrich Knessl, Witw. Paul Walaskovits Druschgewerbetreibende: Stephan Franta, Stephan Palkovits, Gottfried Ullrich, August Ibeschitz Faßbinder: Paul Putz Fleischhauer: August Adura, Johann Stanits Friseure: Peter Frahs, Anton Bronetz Fruchthändler: August Ibeschitz, Stephan … 1937/1938: Zwei Listen der Gewerbetreibenden weiterlesen

Martin Radnasich, 53 Jahre lang Pfarrer in Steinbrunn

Martin Radnasich, langjähriger Pfarrer auch Radnasits, Radnasics; 1842 - 1926 Martin Radnasich, Foto an seinem Grab am Steinbrunner Friedhof. Martin Radnasich wurde in Kleinmutschen[1] (Bezirk Oberpullendorf) geboren. 1867 wurde er zum Priester geweiht[2]. Er war Kaplan in den kroatischen Gemeinden Unterfrauenhaid, Parndorf und Großwarasdorf. Ab 1873 war er Pfarrer von Steinbrunn. In seine Zeit fiel … Martin Radnasich, 53 Jahre lang Pfarrer in Steinbrunn weiterlesen