Bekanntlich wurde Stinkenbrunn mit dem Jahreswechsel 1958/59 zu Steinbrunn unbenannt (siehe diese Beiträge: Vielleicht wird`s einmal ein „Edelsteinbrunn“ und Das berühmte Foto zur Umbenennung).
Der Namenswechsel sorgte nicht nur im Burgenland, nicht nur in Österreich, sondern weltweit für kleine Berichte. Mehrere internationale Nachrichtenagenturen hatten die „witzige“ Meldung, auch US-Zeitungen übernahmen den Text.
Allerdings passierte im Bereich der Nachrichtenagenturen ein gravierender Fehler: So wurde der neue Namen unseres Dorfes mit „Brunn“ (statt Steinbrunn) nur verkürzt übernommen. Eine solche Kurzmeldung wurde von Autoren des Journals der „American Water Works Association“ vom März 1959 gelesen. Im umfassenden Beitrag „Percolation and Runoff“ („Versickerung und Abfluss“) kam man dann auf den Namenswechsel auf der anderen Seite des Atlantiks zu sprechen (Screenshot vom Originalartikel):

Der Text kurz auf zusammengefasst: Es wird die Agenturmeldung über die Umbenennung samt Fehler mit „Brunn“ wiedergeben, auch der kurze Hinweis auf das Alter des Dorfes (13. Jahrhundert), das „stinkende“ Wasser und das Ende des Braunkohlebergbaus fehlen nicht.
Und dann: Es wird auf einen Russell Johnson von der Gesundheitsbehörde in Michigan verwiesen, der zur Stinkenbrunn/Steinbrunn-Meldung ein Gedicht mit Anspielungen auf die deutsche Sprache verfasst hat. Und das ist wirklich witzig.